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  Lesen schadet den Augen

 

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            Lyrikschadchens figurbetonte Sommer-Übung

IMG_2518_Die Pfiffige

      Die Pfiffige” der Künstlerin Hilde Würtheim auf der LGS Papenburg 2014

       

    Und jetzt sind Sie mal dran mit der Aufgabe:

    Ordnen Sie den gruppierten Versen die Stilfiguren fachbegrifflich zu:

 

        Teil A  -       Bilder   I. Metapher (Übertragung)

   a)

    - Mörder Sommer (Wolfdietrich Schnurre)

    - September schleudert die Wabe des Lichts (Peter Huchel)

    - das weiße Feuer der Verse (Peter Huchel)

    - In meinen Händen blühen die Glockenblumen (Friederike Mayröcker)

    - Perlenkette der Tränen (Friederike  Mayröcker)

    - Da der Sommer schon ganz verstaubt ist (Rolf D. Brinkmann)

    - Meiner Träume Wimpel (Klabund)

    - Der Sommerabend liegt im Fieber (Rainer M. Rilke)

    - Unsichtbare Raubtiere schleichen um deine Lebenslust (Rose Ausländer)

    - landhaus mit dorischen schenkeln (Doris Runge) (= Körper)

    - Die wochentage hantieren mit backschaufeln  (Wulf Kirsten)

 

    b)  -    Ich trete auf des Berges Rücken (Gottfried Keller)

     

    c) - In meinem Herzen läutet ein heller Regen (Friederike Mayröcker)

         - Laue Luft kommt blau geflossen (Eichendorff)

 

    d)

    - ein Stein hält eine Rede (Hugo Ball)

    - Aus den Steinen bricht der Schweiß (Christine Lavant)

    - Im Felde dengelt der Schlaf die blitzende Sense (Christine Busta)

         (dengeln = schärfen)

    - Büsche beten Litanein  (Rainer M. Rilke)

    - Wolken starre Brüste zeigen (Georg Trakl)

    - im Blätterschatten Trauben sich verstecken (Hermann Hesse)

 

    II.          Metonymie (Wortersetzung)

 

    a)  „Wieder einen Frühling älter geworden!“, streckt sich die Tanne.

    b) In diesem März bereits/ durchbrechen grüne Strahlen das heiße Gras

 

       III.       Sprechen in Bildern 

    a)

    - der duft aus dem garten (Stefan George)

    - zwischen zwei Palästen glüht herein die Abendsonne (C. F. Meyer)

    - über uns im schönen Sommerhimmel/ war eine Wolke (Bert Brecht)

    - des Vogels Lied, das mir niederperlt aus der Höh’ (A. Droste- Hülshoff)

    -   im Gelände die roten und die goldenen Brände (Gottfried Benn)

 

    b)

           --  Wie Getrabe von weißen Rosen/ Rauscht Regen heran (Hermann Hesse)

    - Mein Herz tanzt jetzt als hohles Ei (Christine Lavant)

    - das wilde Blühen ist wie Todesröcheln (Ernst Stadler)

    - Die Mühlen sind die Hackbrettschläger (Gottfried Keller)

    - bis der ganze Sommer ein Zimmer wird in einem Traum (Rainer M. Rilke)

 

    c) -  jene Wolke blühte nur Minuten (Bert Brecht)

      -  Die große Fracht des Sommers ist verladen (Ingeborg Bachmann)

 

      d)

    - die Alte mit der Augenbinde/ teilt mir noch einmal Sommer zu (Schadchen)

    - Aus Helmen schäumt mir der Sommer (Paul  Celan)                                              

    - Die Götter halten die Waage eine zögernde Stunde an (Gottfried Benn) 

 

    e)

    - Der stille Perlenfischer Mond (Kurt Morawietz)

    - Nichts in den Windbruch getragen (Paul Celan)

    - Der Sandkornritt  (Paul Celan)

 

    f)  -   Frühling – streck dich/ Sommertisch deck dich/ Lyriker: Knüppel  aus dem Sack! –     

       - Ach, leck mich!    (Pfui, Schadchen)

 

                          Teil  B     -      Figuren

 

                I. Wortfiguren

 

    a)   - O reines Jahr! O schöner tag!  O Spiegelklare zeiten! (Spee von Langefeld)

         - Tote Lieb’, tote Lust, tote Zeit (Droste)

 

    b)  - Die Dome zerplatzen mit Orgelfugen (Hugo Ball)

      - geborstene Erde kocht (Kirsten)

       

    c)

    - Keine geringe Freude über die Frühlingstemperaturen

 

    d)  - während unter dem Brückenbogen die Zeit rauscht (Eich)

 

    e)

    - Das Erdreich decket seinen Staub mit einem grünen Kleide (Gerhardt)

    - die grünen Tinten des Laubs (Heinz Piontek) (= Frühlingsnähe)

          - das weiße Feuer der Verse (Huchel)

 

   

        II.  Satzbau-Figuren

         

    a) - Scheußlich, trocken, heiß,  beknackt: April, April!  

                -  Und es wallet und siedet und brauset und zischt  (Und weg is’ Schiller mit dem …)

    b)  -  Er schlug sich in die Büsche und dort das Wasser ab  (Dr. Pinkler)

 

    c)

          - Kranke im Fahrstuhl, ein stelzender Kranich, zwei Veitstänzerinnen, ein Herr mit einer 

           Ripsschleifenkrawatte und ein rotduftender Schutzmann (Hugo Ball)

    d)    - Vorm grat der hügelkette/ fährt auf die sonnenscheibe (Wulf Kirsten) 

 

              III.  Gedanken- Figuren

    a)

    - Liebe Sonne, schein uns was! (Heinz Erhardt)

    - Geh aus mein Herz und suche Freud (Paul Gerhardt)

    - Stunden, flüchtiger ihr als ein Kuss (A. Droste- Hülshoff )

    - Dich hab ich unterm Mond geträumt (Rainer M. Rilke)

    - Du richtest dich ein in mir ( Doris Runge) 

    - Sommerabende bettet mich auf eure Kissen (Klabund)

 

        b)  - Kommt wohl ein Winter auch in diesem Jahr?

 

        c)    - Frühlingshitze  - Sommerfrost

         d)

      -   eine Tasse Sommerschnee in mich gestürzt

      - Lächeln genagelt ans stählerne Schweißtuch (Paul Celan)

      -    Die Sonne auf einen Wagen laden und in die Kunsthandlung fahren (Hugo Ball)

    e) 

       - Die Sterne scheinen nicht bei Trost ( Lavant)

      - Dem Sommer fällt kein Zacken aus der Krone (Dieter Hoffmann)

 

         IV . Klang -  Figuren

      a) 

          - sind viele, viele Monde/ Geschwommen still hinunter (Brecht)

         - Bleich das Leben! Bleich der Felsenhang (Hebbel)

    b)

    - Vorm Fenster in meiner Lärche flötet die Lerche

    - bald sind wir menschen unter den wiesen/ und werden wiesen (Jandl)

 

    c )

      - aus mattem munde murmelt es (Stefan George)

      - grunzen, schmatzen, schlürfen, zischen/

      mit dem schweiß den tisch abwischen (Schweinepoet)

 

 

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