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  Lesen schadet den Augen

 

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                  Das Handwerkszeug des Lyrikers und Interpreten:

                           Die Analyse - kein Grund, Rot zu sehen!

 

          Maximilian Zander (* 1929)

          Gedichte

           

          Sind sie gut, sieht man nur

          das eine Fünftel, der Rest

          grummelt im Sommerhäuschen,

          schaut ohne Absicht

          den Vögeln nach, fischt geduldig

          im trüben oder liegt entspannt

          auf dem Nagelbett. 

 

                    *

      aus: M. Zander, Antrobus’ Tagebuch. Gedichte. Edition YE Bd. 7,  Sistig /Eifel 2004.  Dem Gegenwartslyriker herzlichen Dank für die Abdruckerlaubnis - Mai 2010.

 

               Lassen wir den Altmeister sprechen:

                Johann Wolfgang Goethe (1749 – 1832)

         

        Gedichte sind gemalte Fensterscheiben!

        Sieht man vom Markt in die Kirche hinein,

        Da ist alles dunkel und düster;

        Und so sieht‘ s auch der Herr Philister:

        Der mag denn wohl verdrießlich sein

        Und lebenslang verdrießlich bleiben.

         

        Kommt aber nur einmal herein!

        Begrüßt die heilige Kapelle;

        Da ist’s auf einmal farbig helle,

        Geschicht‘ und Zierat glänzt in Schnelle,

        Bedeutend wirkt ein edler Schein;

        Dies wird euch Kindern Gottes taugen,

        Erbaut euch und ergetzt die Augen!

     

     

    Also bitte - formale Mittel zu beobachten, das kann doch auch uns kleineren Leuchten gelingen                                   Probieren wir das gleich mal mit den Übungen:

    Rhythmus/ Versmaß  -  Formelemente/ Optik - Reimfolge -  Textakzente durch  Figuren                                                                                                                                                                      Gedichttypen/ Formenvielfalt

   

                                  A propo Formen   - Noch in Form für ein tierischen Witz?

      Kommt ein Mann ins Zoogeschäft. Er möchte sich ‘nen Papagei kaufen und geht von Käfig zu Käfig. Ganz hinten im Raum  wird er fündig. Schön bunt ist der Vogel ja, aber irgendwie scheint er nicht in  Form  zu sein und zieht immer ein Bein hinter sich her. Der Kunde tritt näher ran und lockt:

       “Na du, kannst du denn wenigstens leise sprechen, wenn du schon nicht richtig klettern kannst?”

       Krächzt das Lorchen aus voller Kehle:

      “Mensch, Macker - willste ‘nen Tarzan oder ‘nen Tuschler!”

                                                                                                                                                                                                                                                

  Lobenswert hilfreiche Unterstützung - nicht nur bei Fragen zum Handwerklichen der literarischen 

   Gattungen -  gibt es auf Judit Kovács Homepage    www.literatur-Hausarbeiten.com

 

 Bitte Gedichte über die Motivkreise (Arbeitsblätter, Handwerk, Interpretationen etc.) suchen.

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